Wettbewerbsrecht und Kartellrecht

Unter dem Begriff Kartellrecht versteht man die gesetzlichen Regelungen zur Verhinderung und Sanktionierung nationaler und internationaler Wettbewerbsbeschränkungen. Vereinbarungen zwischen Unternehmen oder von Unternehmensverbünden und aufeinander abgestimmte Verhaltensweisen, die eine Verhinderung, Einschränkung oder Verfälschung des Wettbewerbs bezwecken oder bewirken, sind nach europäischem (Artikel 81 I EG) und deutschem Recht (§ 1 GWB) verboten. Das Verbot umfasst horizontale sowie vertikale Vereinbarungen. Horizontale wettbeschränkende Abreden werden regelmäßig zwischen Wettbewerbern auf der gleichen Stufe getroffen, die als Konkurrenten auf demselben Markt tätig sind, z.B. bei Preis- und Gebietsabsprachen. Bei vertikalen Vereinbarungen stehen die Unternehmen auf unterschiedlichen Produktions- und Handelsstufen (bei sogenannten Alleinbelieferungsverpflichtungen), in diesen Fällen spricht man von einer vertikalen Wettbewerbsbeschränkung. Wir vertreten Unternehmen in Verfahren vor dem Bundeskartellamt und beraten vorbeugend, zur Vermeidung von wettbewerbsrechtlichen Problemen.