GRA leistet Beitrag zu Evaluierungsbemühungen des BMJV zum Reformbedarf des Zwangsversteigerungsgesetzes

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hat das Gesetz über die Zwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung in den letzten zwei Jahren umfassend evaluieren lassen. Ziel ist es, eine strukturelle Anpassung des Gesetzes an die ökonomischen Grundlagen und Rahmenbedingungen des 21. Jahrhunderts zu erreichen. Nach Abschluss der Evaluierungsphase stellt das BMJV nun fest, dass das ZVG derzeit zwar immer noch ein solides rechtstechnisches Gerüst für die Zwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung bietet, ein modernes Vollstreckungsrecht aber die Neujustierung vieler Verfahrensmechanismen erfordern dürfte und darüber hinaus erheblicher Entwicklungsbedarf bei einer Reihe neuer Fragen besteht (Veröffentlichung des BMJV im Oktober 2017 –

http:/www.bmjv.de/DE/Themen/FinanzenUndAnlegerschutz/ZwangsvollstreckungPfaendungsschutz/ForschungsvorhabenReformbedarfZVG.html

Wesentliche Reformvorschläge sind die Einführung eines Verwerters zur Ermöglichung eines freihändigen Verkaufs ohne Mitwirkung des Grundstückseigentümers, um die bestehenden Mechanismen des Immobilienmarktes bestmöglich nutzen zu können, sowie die gesetzliche Verankerung von Besichtigungsrechten sowohl für den Sachverständigen zur Ermittlung des Verkehrswertes als auch für die Bietinteressenten. Ziel dieser Reformbemühungen ist die bestmögliche Verwertung der Immobilie, woran nicht nur der grundpfandrechtlich gesicherte Gläubiger, sondern auch der Vollstreckungsschuldner selbst ein maßgebliches Interesse hat. 

Diese dargestellten Reformansätze konnten im Rahmen einer Beiratstätigkeit aus dem Hause der GRA Rechtsanwaltsgesellschaft (Herr Jähne) eingebracht werden.